Ludwig van Beethoven (1770-1827):

Die Ruinen von Athen

englisch The Ruins of Athens / französisch Les Ruines d'Athènes

Allgemeine Angaben zur Bühnenmusik

Untertitel: Musik zum Festspiel von August von Kotzbue
Anlass: Eröffnung des neuen Theaters in Pest (1811)
Entstehungszeit: 1811
Uraufführung: 9. Februar 1812 in Pest (ursprünglich für Oktober 1811 geplant)
Besetzung: Chor und Orchester
Erstdruck: Wien: Steiner, 1823 (nur die Ouvertüre)
London: Ewer, 1846 (Gesamtpartitur)
Bemerkung: 0. Ouvertüre (Andante con moto - Allegro, ma non troppo)
1. Chor: Tochter des mächtigen Zeus (Andante poco sostenuto)
2. Duett: Ohne Verschulden Knechtschaft dulden (Andante con moto - Poco più mosso)
3. Chor der Derwische: Du hast in deines Ärmels Falten (Allegro, ma non troppo)
4. Marcia alla turca (Vivace)
5. Zwischenmusik (Allegro assai ma non troppo)
6. Marsch mit Chor: Schmückt die Altare (Assai moderato)
7a. Rezitativ: Mit reger Freude
7b. Chor: Wir tragen empfängliche Herzen im Busen (Allegretto ma non troppo)
7c. Arie: Will unser Genius noch einen Wunsch gewähren? (Adagio)
7d. Arie: Er ist's! Wir sind erhört! (Allegro con brio)
8. Chor: Heil unserm König! (Allegro con fuoco)
Opus: op. 113
Kinsky Opus 113

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[Details]
Ouvertüren (Ges.-Aufn.) (DGG, ADD, 65/69)
Ludwig van Beethoven (1770-1827)

New Penguin Guide:"Über das exzellente Spiel der Berliner Philharmoniker und den hervorragenden Klang kann man nur Stau- nen."

Beschreibung

Der Verfasser des Dramas ‚Die Ruinen von Athen’ ist August Friedrich Ferdinand von Kotzebue (1761-1819), zu seiner Zeit ein äußerst erfolgreicher Literat, bis heute unvergessen - aber kaum noch gespielt. Äußerst umtriebig, bekleidete er im Leben viele Positionen. Sein unfreiwilliges Sterben wurde in kolorierten Kupferstichen festgehalten.

Das Stück ‚Der Spiegelritter’ versuchte Franz Schubert zu einer Oper aufzubereiten. Inhaltlich geht es um den Verzehr von Männerfleisch. Ludwig van Beethoven machte sich das Drama ‚Die Ruinen von Athen’ zu Nutze, um eine Festspielmusik hinzuzufügen. Anlass war die Eröffmung des Pester Theaters im Jahre 1811.

Die alten Götter sind nicht mausetot, wie wiele Menschen glauben. Die etwas dümmliche Pallas Athene kann nicht glauben, dass die herrlichen Bauwerke von einst nicht gepflegt wurden. Ist es wahr, dass die Athener, denen Sie den Ölzweig gebracht hat, sie nicht mehr verehren und ihren Tempel nicht mehr besuchen? Mit Merkur, der sie ausdrücklich gewarnt hat, macht sie eine Ortsbesichtigung. Die Göttin ist tief enttäuscht und weint bitterlich über die Undankbarkeit der Menschen.

Könnte nicht der ungarische König ein bisschen mehr für die Denkmalpflege tun?


Letzte Änderung am 17.12.2006
Beitrag von Engelbert Hellen und Markus Hillenbrand