Luigi Boccherini (1743-1805):

La Clementina

Allgemeine Angaben zur Zarzuela

Widmung: Contessa de Bonavente
Entstehungszeit: 1786
Uraufführung: 1786 in Madrid (private Aufführung)
Besetzung: Soli und Orchester
Spieldauer: ca. 72 Minuten
Opus: G 540

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[Details]
Opera Italiana (Operngesamtaufnahmen) (NuovoEra, ADD/DDD, 1965-2003)

E. Pluta in FonoForum 11 / 92: »Allen denjenigen, die bedauern, daß Puccini, Mascagni und Cilea nicht noch viel mehr Opern geschrieben haben, ist diese Aufnahme wärmstens zu empfehlen.« (zu Menotti);
E. Pluta in FonoForum 8 / 00: »Dass dieses Stück auch heute auf der Bühne noch prächtig funktioniert, belegt der launige Mitschnitt aus dem Uraufführungs-Theater La Venice in Venedig. Unter Jan Latham Königs beschwingter Leitung entwickeln alle Akteure komödiantische Spontaneität, voran Bruno Pratico.« (zu Leoncavallo);
Opernwelt: »Komödie mit Goldrand! Luigi Boccherinis einzige Oper! Für Benelli-Fans ist die Aufnahme ein Must!« (zu Boccherini);
H. Schönegger in FonoForum 10 / 91: »Der gut klingende Mitschnitt vom ›Festival della Valle d'Itria‹ vermittelt die einfallsreiche, auch kraftvoll-vitale Musik in einer temperamentvollen, auch kraftvollen Wiedergabe.« (zu Piccini)

Zur Zarzuela

Art: Zarzuela in zwei Akten
Libretto: Ramón de la Cruz y Cano
Sprache: italienisch
Ort: Spanien
Zeit: im 18. Jahrhundert

Personen der Handlung

Don Clemente: ein reicher Witwer
Narcisa: seine Tochter
Clementina: seine Pflegetochter
Don Urbano: ein Edelmann
Marquis della Balestra
Don Lazaro: der Hauslehrer
Cristeta: das Hausmädchen

Handlung

Der reiche Don Clemente ist Witwer und hat zwei heiratsfähige Töchter, Narcisa und Clementina. In der Morgenstunde erscheint wie üblich der Hauslehrer Don Lazaro, um die beiden Mädchen zu unterweisen. Unerwartet bringt er zwei Besucher mit; es sind Don Urbano und der Marquis della Balestra. Don Urbano ist sofort für Clementina entflammt, die das Feuer erwidert. Dem Marquis ist es eigentlich egal, welche der Damen sich ihm zuneigt, wird aber von beiden abgewiesen. Der Musiklehrer will nicht nachstehen und hat sein Herz der Dienerin Cristeta geschenkt. Das Geturtel will kein Ende nehmen, bis Don Clemente es zu dumm wird und mit der Information herausplatzt, dass Clementina gar nicht seine Tochter sei, sondern als Waise in sein Haus gekommen ist. Don Urbano versteht seine Ausführungen so, dass Clementina in Wirklichkeit seine eigene Schwester ist, die er für tot hielt. Nun können die Paare gruppiert werden. Die Waise bekommt den reichen Marquis, Urbano muss tauschen und erhält Narcisa. Lazaro bekommt, was er sich gewünscht hat.


Letzte Änderung am 16.2.2013
Beitrag von Engelbert Hellen