Henry Purcell (1659-1695):

Dido and Aeneas

deutsch Dido und Aeneas

Allgemeine Angaben zur Oper

Entstehungszeit: 1688
Uraufführung: 1689 in London
Besetzung: Soli, Chor und Orchester
Opus: Z 626

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[Details]
Dido & Aeneas (Decca, DDD, 1992)
Henry Purcell (1659-1695)

M. Hengelbrock in FonoForum 11/94: "Es ist diesvielleicht die beste CD, die Hogwood je aufge-nommen hat, ungemein dramatisch, zugleich aberauch äußerst feinsinnig und von erlesenerKlangkultur."

Zur Oper

Art: Oper in drei Akten
Libretto: Nahum Tate
Ort: Karthago
Zeit: Sagenzeit

Personen der Handlung

Dido: Königin von Karthago (Elissa) (Sopran)
Aeneas: ein trojanischer Fürst (Tenor (oder Bariton))
Belinda  : Vertraute der Dido (Sopran)
Zauberin  : (Mezzosopran)
1. Hexe  : (Mezzosopran)
2. Hexe  : (Mezzosopran)
Geist  : (Sopran)
Seemann  : (Sopran)
Hofdame  : (Sopran)
Weitere: Hofleute, Volk, Matrosen

Handlung

1. Akt:

Der trojanische Held Aeneas hat Trojas Zerstörung überlebt und von Zeus den Auftrag erhalten, nach Italien zu segeln und dort mit seinen Leuten ein neues Reich zu gründen. Auf der Fahrt durch das Mittelmeer kommen die Trojaner nach Karthago, wo sie sich längere Zeit aufhalten. Die Stadt wird von Königin Dido regiert, die nach dem Tod ihres Mannes geschworen hat, nie mehr zu heiraten und sich nur noch um das Wohl ihres Staates zu kümmern. Die Königin kann den Schwur nicht halten, als sie Aeneas kennenlernt und sich in ihn verliebt. Belinda zerstreut die Bedenken ihrer Herrin; sie weiß, dass auch der Trojaner Dido zugeneigt ist.

2. Akt:

Furien haben sich in einer Felsschlucht versammelt. Ihre Anführerin befiehlt, Karthagos Macht zu vernichten, um dadurch Dido und Aeneas wegen ihrer Pflichtvergessenheit zu strafen. Eine Furie meldet, dass Aeneas und Dido auf der Jagd sind. Ihr wird aufgetragen, als Hermes verkleidet Aeneas den Willen des Zeus, sofort nach Italien zu segeln, kundzutun. Andere Furien treiben die Jagdgesellschaft durch einen Sturm in die Stadt zurück.
Belinda und der Hofstaat erfreuen sich unterdessen an der Schönheit des Heiligen Hains, wo sie rasten. Die Seherin unterbricht ihre Freude und verkündet, dieser Ort bringe Unheil. Schon naht Dido und kurz darauf Aeneas, der einen gewaltigen Eber erlegt hat. Kaum hat sich das Liebespaar in das vorbereitete Zelt zurückgezogen, bricht ein Gewitter los; alle flüchten in die Stadt. Aeneas ist plötzlich allein. Er erhält von Hermes den Befehl, sofort nach Italien aufzubrechen. Der Held ist erschüttert, doch die Pflicht siegt über seine Liebe.

3. Akt:

Die Trojaner rüsten zur Abfahrt und nehmen von ihren Frauen Abschied. Die Furien triumphieren, als sie die unglückliche Königin sehen, und entfachen einen Sturm, der die Schiffe auf das Meer hinausjagen soll. Dido und Belinda eilen herbei, erregt über das Verhalten der Trojaner, die auf Zeus' Befehl verweisen, aber schon zögern, abzusegeln. Der Königin erscheint die Treulosigkeit des Helden als Strafe des Himmels, weil sie ihren Schwur nicht gehalten hat. Belindas Tröstungen sind vergeblich; Dido stirbt an gebrochenem Herzen, da sie ohne Aeneas nicht leben kann.


Letzte Änderung am 13.4.2014