Giuseppe Verdi (1813-1901):
Il Trovatore
Der Troubadour
Allgemeine Angaben zur Oper:
| Uraufführung: | 19. Januar 1853 im Teatro Apollo in Rom |
| Spieldauer: | ca. 135 Minuten |
Kaufempfehlung:
| CD: | Il Trovatore (Decca, ADD, 77) Penguin Guide: "Besonders die bemerkenswerten Ballettmusiken dieser Aufnahme überzeugen durch Brillanz und schönem Spiel." |
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| DVD: | Il Trovatore (OpusArte, 2002) (Gefilmt im Royal Opera House Covent Garden,3.Mai 2002) Sound:DSS5.1;Bild:WS,Sub:E,D,F,Sp; Specicals:Illustrierte Synopsis;Die Besetzung & ihre Rollen;Die Entstehung des Troubadour;Alles über die "SchlägerDuelle Künstler: Cura, Hvorostovsky, Naef, Villarroel, Covent Garden Orchestra, Rizzi (172 Min.) |
Personen:
| Manrico: | Troubadour und Verehrer Leonoras |
| Leonora: | Hofdame der Prinzessin von Aragon |
| Conte di Luna: | ein böser Graf, Anführer der Tuppen Aragons |
| Azucena: | Anführerin der Zigeuner und Mutter Manricos |
| Ines: | Gesellschafterin Leonoras |
| Weitere: | ein alter Zigeuner, ein Bote, Gefolge, Nonnen, Zigeuner, Soldaten |
Zur Oper:
| Art: | Oper in vier Akten |
| Libretto: | Salvatore Cammarano nach einem Stück 'El trovador' von Antonio García Gutiérrez |
| Sprache: | italienisch |
| Ort: | Spanien |
| Zeit: | 15. Jahrhundert |
| Handlung: | Der böse Graf Luna liebt Leonora, die ihrerseits in Manrico, den titelgebenden Troubadour verliebt ist. Als Luna Manrico gefangen nimmt, tötet sich Leonara, um den Geliebten zu befreien. Luna lässt Manrico jedoch hinrichten und erfährt erst danach, dass es sein Bruder war. |
Handlung:
| 1. Akt: | In Spanien ist ein Thronfolge-Streit zwischen dem Infanten Ferdinand und dem mächtigen Herzog von Urgel entbrannt. Graf Luna, ein Parteigänger des Infanten, liebt Leonora und ist eifersüchtig auf einen fremden Troubadour, der seit einiger Zeit jeden Abend der Gräfin ein Ständchen bringt. In Schloss Aliafera, das Graf Luna gehört, warten Soldaten und Knechte auf die Rückkehr ihres Herrn, der dem Troubadour wieder einmal nachgeht. Um die müden Soldaten munter zu halten, erzählt Ferrando aus der Geschichte des Hauses Luna: Der alte Graf hatte zwei Söhne, von denen einer angeblich von einer Zigeunerin verzaubert wurde, die deswegen auf dem Scheiterhaufen endete. Die Tochter der Zigeunerin habe aus Rache das andere Kind des Grafen entführt und verbrannt. Der jetzige Graf, das angeblich damals verzauberte Kind, habe seinem Vater schwören müssen, stets nach der verbrecherischen Zigeunerin, die seinen Bruder getötet hat, zu suchen. Leonora gesteht Inez, dass sie Manrico im Garten von Sargasto erwarten will. Sie habe sich in den jungen Mann verliebt, als er in einem Turnier von ihr den Siegespreis erhielt, ihn aber dann aus den Augen verloren. Jetzt sei Manrico aus dem Krieg zurückgekommen, und schon können die beiden Frauen den Troubadour hören, der Leonora ein Ständchen bringt. Freudig eilt diese Manrico entgegen, stürzt aber in der Dunkelheit in Lunas Arme, der die Gräfin auf Schritt und Tritt eifersüchtig bewacht. Der Graf erkennt in Manrico nicht nur seinen Nebenbuhler, sondern auch den für den Herzog von Urgel kämpfenden politischen Feind. Beide Männer fechten miteinander, vergeblich versucht Leonora, sie zu trennen. Als Manrico den Grafen überwältigt hat, ihn aber am Leben lässt, wird er von den Begleitern des Grafen niedergemacht und bleibt scheinbar tot liegen. |
| 2. Akt: | Azucena hat den schwer verwundeten Manrico gefunden und gesund gepflegt. Sie erzählt ihm, der seit langem bei den Zigeunern lebt und dort aufgewachsen ist, dass sie, wohl durch den Tod der Mutter verwirrt, ihr eigenes Kind ins Feuer geworfen hat. Daraus entnimmt Manrico bestürzt, dass er nicht der Sohn der Zigeunerin sein kann, wie diese behauptet hat. Azucena versteht es, den jungen Mann mit Ausflüchten hinzuhalten. Ein Bote berichtet, dass Manrico auf Befehl seines Gebieters die Verteidigung der Festung Castellor übernehmen soll und Leonora in ein Kloster eintreten wird, weil sie ihren Geliebten für tot hält. Manrico und seine Getreuen eilen fort und treffen vor dem Kloster auf Graf Luna, der mit seinem Anhang Leonora entführen wollte. Beide Parteien kämpfen miteinander. Manrico gelingt es, Leonora mit nach Castellor zu nehmen. |
| 3. Akt: | Luna belagert mit seinen Truppen die Festung, die von Manrico und seinen Soldaten verteidigt wird. Azucena wird im Lager des Grafen aufgegriffen, der Spionage verdächtigt und vor Luna geführt. Dieser und Ferrando erkennen in der Zigeunerin die Frau, die damals den kleinen Grafen entführt und verbrannt haben soll. Azucena wird zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Manrico und Leonora schwören sich ewige Liebe und Treue, als die Kunde von Azucenas Verurteilung kommt. Manrico beschließt seine Mutter zu retten. |
| 4. Akt: | Der Ausfall ist missglückt und Manrico mit zahlreichen seiner Getreuen eingekerkert worden. Leonora, von Ruiz geführt, kommt ins Schloss Aliafera und bittet den Grafen, Manrico zu begnadigen. Da sie sich selbst als Preis für sein Leben anbietet, gibt Luna nach und meint, am Ziel seiner Wünsche zu sein. Leonora nimmt Gift, um der Verbindung mit dem Grafen zu entgehen. Vom Tode gezeichnet, betritt Leonora den Kerker, in dem Manrico und Azucena gefangengehalten werden und teilt dem Geliebten mit, dass er frei ist. Dieser glaubt sich verraten, als Leonora nicht mit ihm fortgehen will, und erkennt zu spät, dass die Geliebte, die ihn immer wieder drängt zu fliehen, ihm das Leben retten wollte. Leonora stirbt in Manricos Armen. Luna, der die Szene beobachtet hat, lässt seinen Nebenbuhler zur Hinrichtung führen. Als das Beil gefallen ist, ruft Azucena triumphierend dem Grafen zu, dass er gerade seinen Bruder getötet hat. Die Zigeunerin bricht mit dem Schrei "Du bist gerächt, o Mutter" zusammen. |
Letzte Änderung am 19.6.2003
