Giuseppe Verdi (1813-1901):
Aida
Allgemeine Angaben zur Oper:
| Anlass: | Entstanden im Auftrage des ägyptischen Vizekönigs Ismael Pascha als Festoper zur Eröffnungsfeier des Suezkanals. |
| Uraufführung: | 24. Dezember 1871 in Kairo |
| Spieldauer: | ca. 145 Minuten |
| Bemerkung: | Die Uraufführung war ursprünglich für die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Suez-Kanals vorgesehen, wurde aber wegen des deutsch-französischen Krieges auf Ende 1871 verschoben. |
Kaufempfehlung:
| CD: | Aida (DGG, DDD, 1981) St. Hoffmann in stereoplay 11 / 83:"Claudio Abbados Einstudierung von Giuseppe Verdis "Aida" galt schon in der konventionellen Plattenversion nicht nur als interpretatorisches Meisterstück. ...Der direkte Vergleich der beiden Versionen ist verblüffend, besonders bei den extrem leisen Einleitungen zum ersten und dritten Akt;keinerlei Grundrauschen, keinerlei Knistern mehr,übrig bleibt nur noch die reine Musik." |
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| DVD: | Aida (BelAir, 2006) Stereoplay 09 / 07: "Auf der Bühne dominiert Luciana d'Intino als furiose Amneris. Sie kann mächtig loslegen, schmelchelt aber auch dem Ohr mit leisen Tönen und butterweichem Legato. In der Titelrolle zeigt sich Nina Stemme als ausgesprochen lyrische Sopranistin mit dramatischen Qualitäten, präziser Attacke und souveräner Technik. Am Pult sorgt Adam Fischer für orchestrale Transparenz und kammermusikalische Durchhörbarkeit." |
Personen:
| Aida : | eine äthiopische Sklavin (Sopran) |
| Radamès : | Heerführer der Ägypter und Geliebter der Aida (Tenor) |
| Amneris : | Tochter des Pharao (Mezzosopran) |
| Amonasro : | Vater der Aida, König von Äthiopien (Bariton) |
| Ramphis : | Oberpriester (Bass) |
| Pharao : | Herrscher über Ägypten (Bass) |
| Weitere: | ein Bote (Tenor), eine Tempelsängerin (Sopran), Priester, Priesterinnen, Minister, Soldaten, Sklaven, Volk |
Zur Oper:
| Art: | Oper in vier Akten |
| Libretto: | Antonio Ghislanzoni |
| Sprache: | italienisch |
| Ort: | Memphis, Theben und an den Ufern des Nil |
| Zeit: | zur Herrschaft der Pharaonen |
Handlung:
| 1. Akt: | Der königliche Palast. Die äthiopische Sklavin Aida hat sich in den jungen ägyptischen Feldherrn Radamès verliebt, der ihre Empfindungen voller Leidenschaft erwidert. Am Hofe zu Memphis weiß freilich niemand, dass sie in Wahrheit die Tochter des Äthiopierkönigs Amonasro ist. Dieser rüstet zu einem neuen Schlag gegen die Ägypter, und Radamès wird zum Führer des ägyptischen Heeres ernannt, nachdem der Oberpriester Ramphis die Göttin Isis befragt hat. Tempel des Vulkan. Bei einem feierlichen Weiheakt überreicht Ramphis Radamès das heilige Schwert; aus der Hand der Pharaonentochter Amneris erhält er die glorreiche Fahne. Unterdessen fleht Aida die Götter an, sie sterben zu lassen, denn ihr Dilemma ist offensichtlich: Der Sieg, den sie dem Geliebten wünscht, bedeutete zugleich den Untergang ihrer Familie. |
| 2. Akt: | Zimmer der Amneris. Die listige Amneris, die ihrerseits den Feldherrn liebt, vermag es, Aida das Herzengeheimnis zu entlocken. Als man den Sieg des Radamès meldet, ist sie sich gewiss, dass die "Sklavin" keine Chancen mehr hat. An den Toren Thebens. Beim Triumphzug des siegreich heimkehrenden Heeres werden auch die Gefangenen vorgeführt. Aida entdeckt in der Menge ihren Vater, der sich allerdings nicht zu erkennen gibt, sondern behauptet, der König sei vor seinen Augen im Kampf gefallen. Als Siegespreis erbittet Radamès die Freilassung der Äthiopier. Auf Veranlassung des Oberpriesters werden Aida und Amonasro jedoch als Geiseln festgehalten. Der Pharao hat seinem Kriegshelden schließlich einen ganz anderen Preis zugedacht: die Hand seiner Tochter und die Thronfolge. |
| 3. Akt: | An den Ufern des Nils. In der Nacht vor der Trauung begibt sich Amneris zum Tempel der Isis am Ufer des Nil, um zu beten. Zur selben Zeit treffen sich dort Radamès und Aida. Als erster erscheint aber Amonasro, der seine Tochter zur Spionage drängt: Sie soll versuchen, von dem Feldherrn den geheimen Kriegsplan der Ägypter zu erfahren. Aida willigt ein, weil sie die Erfüllung ihres Herzenswunsches vor sich sieht und überdies glaubt, in die Heimat zurückkehren zu können. Radamès kommt herbei und teilt seiner Geliebten mit, dass er nach einem weiteren Sieg beim König zweifellos ihre Freilassung erwirken könne und die Erlaubnis zur Heirat erhalten werde. Aida entgegnet, dann müsse er mit der Rache der Amneris rechnen - und sie vermag es mit diesem Argument, Radamès zur gemeinsamen Flucht zu bewegen. Auf die Frage, wo sie gefahrlos die Linien passieren könnten, verrät Radamès ihr, die Ägypter wollten durch die Schluchten bei Napata in Athiopien einfallen. Amonasro hat das Gespräch belauscht und ruft nun aus, dass seine Krieger dort warten würden: Er verlässt sein Versteck und gibt sich als äthiopischer König zu erkennen. Vater und Tochter wollen den unfreiwilligen Verräter mit sich ziehen, als Amneris und Ramphis aus dem Tempel treten. Radamès hält Amonasro zurück, der sich auf Amneris stürzen will. Er fordert Aida auf, mit ihrem Vater zu fliehen. Er selbst stellt sich dem Priester. |
| 4. Akt: | Am Eingnag der unterirdischen Gerichtshalle. Radamès ist des Hochverrats angeklagt. Vor der Verhandlung bestellt Amneris den Geliebten zu sich: Sie wolle ihn retten, wenn er sich von ihrer Rivalin lossage, die offenbar entkommen sei, während ihr Vater getötet wurde. Doch Radamès will sterben. Er wird von den Priestern für schuldig befunden und nimmt wortlos das Todesurteil entgegen. Eine Grabkammer. Radamès ist in sein Grab geführt worden. Der Eingang über ihm wird zugemauert. Doch er ist nicht allein. Aida hat sich bereits in das Verließ geschlichen und wird nun mit dem Geliebten gemeinsam in den Tod gehen. |
Letzte Änderung am 31.3.2003
