Luigi Cherubini (1760-1842):

Les deux journées ou le Porteur d'eau

deutsch Die beiden Tage oder Der Wasserträger

Allgemeine Angaben zur Oper

Entstehungszeit: 1799-1800
Uraufführung: 16. Januar 1800 in Paris (Théâtre Feydeau)
Besetzung: Soli, Chor und Orchester
Bemerkung: Ludwig van Beethoven sah "Les deux journées" in einer deutschsprachigen Aufführung und zog aus diesem Erlebnis die erste Inspiration zu seiner Oper "Leonore", der Vorstufe zum "Fidelio".

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[Details]
Les Deux Journees (in deutscher Sprache) (Walhall, ADD/m, 1950)
Luigi Cherubini (1760-1842)

Künstler: Walter Anton Dotzer, Anny Felbermayer, Walter Berry, Carl Loida, Rita Bartos, Niederösterreichisches Tonkünstlerorchester, Haimo Täuber

Zur Oper

Art: Komische Oper in drei Akten
Sprache: französisch

Handlung

1. Akt:

Graf Armand hatte einst einen kleinen Savoyarden, der im Winter fast verhungert und erfroren wäre, gerettet. Jetzt muss er selbst vor seinem Feind, Kardinal Mazarin, der einen Preis von 6000 Dukaten auf seinen Kopf ausgesetzt hat, fliehen und bittet, verkleidet, mit seiner Gattin bei den Savoyarden um Unterkunft. Michell und Antonio erkennen ihren einstigen Wohltäter wieder und nehmen ihn freudig in ihrer Wohnung auf. Weil die Flüchtlinge aber dort nicht lange unentdeckt bleiben können, beschließt man, sie aus dem streng bewachten Paris herauszuschmuggeln. Die Gräfin erhält Marcellinas Kleider und den Pass, der Graf soll in einem Fass versteckt die Grenze passieren.

2. Akt:

Gräfin Constance, die von Antonio begleitet wird, gelingt es, in Marcellinas Kleidern die Stadt zu verlassen. Antonio muss zurückbleiben, weil er keinen Pass hat. Seine Rettung hat Michell Übernommen, der mit einem großen Wagen voller Wasserfässer - in einem ist der Graf versteckt - das Stadttor erreicht. Es gelingt dem Savoyarden, die Habgier der Soldaten zu wecken und sie auf eine falsche Spur zu lenken. Alle machen sich davon, um das Kopfgeld zu verdienen. Inzwischen schlüpft der Graf aus dem Fass und kann aus der Stadt fliehen.

3. Akt:

Im Dorf Gonesse bei Paris soll Rosettes Hochzeit mit Antonio stattfinden. Der Bräutigam ist aber nirgends zu sehen. Während die Bauernmädchen die Braut beglückwünschen, erscheint ein Trupp Soldaten, die der Spur des Grafen gefolgt sind. Sie besetzen das Dorf und bedrängen die Mädchen, unter denen auch die als Bäuerin verkleidete Gräfin ist. Als diese ihrem in einem Baum versteckten Mann Essen bringen will, schleichen ihr einige Soldaten nach und werden so zudringlich, dass der Graf jede Vorsicht vergisst und auf sie schießt. Der Flüchtling, der sich so verraten hat, wird festgenommen und wäre verloren, wenn nicht aus Paris die Nachricht käme, dass die Königin auf Bitten der Savoyarden und einflussreicher Bürger den Grafen in alle seine Würden und Ämter wieder eingesetzt hat. Nun kann die Hochzeit, an der auch das Grafenpaar teilnimmt, beginnen.


Letzte Änderung am 8.8.2007