Karl Martin Reinthaler (1822-1896):

Das Käthchen von Heilbronn

Allgemeine Angaben zur Oper

Entstehungszeit: 1881 ?
Uraufführung: 7. Dezember 1881 in Frankfurt am Main
Besetzung: Soli, Chor und Orchester
Spieldauer: ca. 140 Minuten
Erstdruck: Leipzig: Fr. Kistner, 1882 ?
Verlag: Leipzig: Röder, ca. 1895
Bemerkung: Kleists Drama ist viel zu gehaltvoll, als dass es sich mit Reinthalers Oper vergleichen lässt. Schwergewichtig setzt hier ein Femegericht den Anfang, denn Graf Wetter vom Strahl wollte das unschuldige Mädchen angeblich durch Zauberei an sich binden - der Waffenschmied, Käthchens Vater, ist der Kläger. Doch unversehens gerät der Komponist in das Fahrwasser von Albert Lortzing und entstanden ist eine anmutige, anspruchslose Komödie mit viel Situationsklamauk.

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[Details]
Das Käthchen von Heilbronn (CPO, DDD/LA, 2009)
Karl Martin Reinthaler (1822-1896)

klassik. com 08 / 12: "Da soll nochmal jemand über die deutsche Opernprovinz die Nase rümpfen - provinziell ist hier wirklich nichts."
Opernglas 10 / 12: "Klanglich bietet der vorliegende Live-Mitschnitt ein ansprechendes Niveau. Er bietet ein Zeugnis streckenweise fast schon pittoresker und zugleich hochromantischer, sehr wohl zu Dramatik fähiger Opernkunst."

Zur Oper

Art: Romantische Oper in vier Akten
Libretto: Heinrich Bulthaupt frei nach dem gleichnamigen Schauspiel von Heinrich von Kleist
Sprache: deutsch
Ort: Schwaben
Zeit: vermutlich im 19. Jahrhundert

Personen der Handlung

Friedrich Wetter: Graf vom Strahl
Kunigunde: Freifrau von Thurneck
Rheingraf vom Stein
Theobald Friedeborn: Waffenschmied zu Heilbronn
Käthchen: seine Tochter
Gottschalk: Knappe des Grafen vom Strahl
Leonore: Schaffnerin im Friedebornschen Haushalt
Türmer von Schloss Thurneck

Handlung

1. Akt:

Das Geschäft von Meister Theobald blüht. Er ist der bekannteste Waffenschmied in Heilbronn und repariert Waffen aller Art. Die Kampfbegeisterung ist groß im kleinen Städtchen. Er und seine Gesellen stehen den ganzen Tag an der Esse: Es müssen Helme ausgebeult und Kettenhemden geflickt werden; verbogene Schwerter werden wieder glatt geklopft.

„Lodernde Flammen, glühender Stahl!
Rauch und zuckende Dämpfe!
Heißer noch auf dem geborstenen Wall,
glutrot toben die Kämpfe.
Uns nur zwingt das Gebot des Herrn,
wir müssen vom Kampfe fern,
müssen des Herdes warten.
Warten in sehnender Ungeduld,
weil uns der Meister nicht ziehen lassen wollt.
Zornig dröhnen der Hämmer Streich.“

Meister Theobald lässt seine Gesellen schimpfen. Aber sie sollen nur abwarten, ihre Zeit kommt auch noch heran, um ihren Mut zu beweisen. Ihm selbst zuckt es dann und wann auch noch in den Gliedern. Wenn er könnte wie er wollte, griff er noch selbst zum Schwert, aber die Jugendtage sind entschwunden und kehren nicht wieder. Er fühlt ein schmerzhaftes Stechen im Kreuz.

Waffen sind erforderlich, damit die Männer draußen im Kampf damit hantieren können. Aber wenn keine Männer mehr da sind, glühen die Flammen nicht mehr und der Stahl muss erkalten. Aus der Ferne ertönen Hörner und Trommeln. Der Vater will von seinem Käthchen wissen, was es gibt. Doch diese schaut aus dem Fenster und kann noch nichts erkennen. Wozu hat das Kind die Augen, wenn sie nicht einmal zum Sehen taugen, äußert die Wirtschafterin sich bissig. Die liebe Lore soll nicht wütend werden! Doch Leonore beharrt auf ihrer Ansicht, dass Käthchen nicht einmal weiß, weshalb die Männer sich überhaupt streiten und klärt auf: Um das Fräulein von Thurneck geht der Zank in der schönen Stadt Heilbronn. Der Rheingraf beansprucht die holde Dame für sich, aber Graf Wetter vom Strahl hält sie unter Verschluss, weil er mit ihr ebenfalls der Minne pflegen will. „So viel Gedränge um ein schönes Gesicht“, ereifert sich die missgünstige Leonore. Die Jungfer Lore habe keine Ahnung! Viele Männer wagen ihr Leben, um ein schönes Weib zu gewinnen?

Die Scharen rücken näher. Heißa, wie die Fahnen flattern! Die Gesellen drängen den Meister, weil sie mitmischen wollen, sind nicht länger zu halten und verlangen nach einem Schwert oder einer Lanze. Gottschalk, der Knappe vom Grafen Wetter von Strahl tritt auf und möchte seine verschrottete Hellebarde tauschen. Das geht nicht so schnell, er soll ein Weilchen warten und berichten, wie es im Getümmel steht. Es ging hoch her, der Rheingraf sei ein ebenbürtiger Gegner und ein streitbarer Held. Viele Kämpfer mussten ihm weichen. Theobald muntert ihn auf:

„Nun nehmet die Lanze, schwinget das Schwert,
frischauf und den Bogen gespannt!
Sei Sieg uns oder Tod beschert -
wir stehen in Gottes Hand.“

Leonore liegt betend auf den Knien und äußert sich ähnlich. Sie wundert sich, dass Käthchen so gelassen bleibt. Das Mädchen denkt an den Traum in der Silvesternacht, als ihr Schutzengel mit Lilien im Haar, plötzlich vor ihr stand und einen strahlenden Ritter für sie an der Hand hielt.

„Ein Ritter, hehr und wonnevoll,
wie aus der Schar der Seraphim,
die Himmelsglorie rings um quoll -
Ich neigte mich in Demut ihm.
Er aber fasste meine Hand,
und wie ich zitternd vor ihm stand,
da sprach sein Mund; Geduld harr' aus!
Einst führ' ich dich als Braut nach Haus.“

In dieser Art träumten die Mädchen des romantischen Zeitalters.

Stimmen von draußen schallen ins Haus, dass sie gewonnen hätten. Graf Ritter von Strahl spricht selber vor und will ein defektes Helmband sofort repariert haben. Er soll sich ein wenig gedulden. Des Meisters holdes Töchterlein wird ihm einen Becher Landwein kredenzen. Er sieht Käthchen und erinnert sich, dass er in der Silvesternacht etwas geräumt hat. Das gleiche Gesicht ist ihm dort begegnet und er hat es in angenehmer Erinnerung behalten. Als sie in holder Anmut vor ihm stand hat seine Seele Frühlingswonnen eingeatmet. Offenbar befinden sich beide Parteien in der Obhut des gleichen Cherubs.

Käthchen tönt auf der gleichen Wellenlänge:

„Ja, Du bleibst in meiner Seele,
ewig hält dein Herz mich fest,
Eh verlässt die Sonn' den Himmel
eh mein Lieben dich verlässt!“

Das kann ja heiter werden. Dem Grafen wird ganz mulmig! Soweit wollte er in seinen Gefühlen nicht gehen. Das unselige Kind soll sich hinwegheben, Was steht sie da und starrt ihn an. Weiß die Person nicht, was sich gehört? Sie soll ihn gefälligst aus ihren Gedanken verbannen! Aber er sei das Heil ihrer Seele, wirft Käthchen zaghaft ein und lässt vor Schreck das Tablett mit dem Weinbecher fallen.

In diesem Moment kommt Theobald mit dem reparierten Helm zurück und sieht sein Kind bleich und niedergeschlagen vor sich stehen. Das kostbare Nass liegt verschüttet am Boden. „Was ist mit dem Kind?“ erkundigt sich der besorgte Vater. „Katharina, siehst du den Vater nicht?“ Gottschalk stürmt herein und berichtet dem Grafen: Draußen auf einem weißen Pferd sitze seine Braut und warte!“ Der Graf verabschiedet sich überhastet und wünscht Leonore und ihrer jungen Seele Frieden. Sie schaut sehnsüchtig hinter ihm her. Er dreht sich nicht mehr nach ihr um und winkt ihr keinen Gruß zu. Doch Käthchen verhält sich störrisch. Sie hat sich die Richtung gemerkt, in welche er davon geritten ist. „Wohlan denn: Durch Tal, Wälder und Fluss, ich weiß, welche Straße ich wandeln muss!“ Ihren Vater drängt Käthchen zur Seite, denn sie hat einen festen Plan: „Lasst ab von mir! Sei der Fels mein Lager, der Himmel mein Zelt, ich folge Dir getreu bis ans Ende der Welt!“ Käthchen springt aus dem Fenster und rennt dem Objekt ihrer Liebe nach. Alle sind entsetzt!

2. Akt:

Auf Schloss Thurneck ist die Freifrau Kunigunde zu Hause. Der Turmwächter bringt ihr ein Ständchen:

„O Morgenrot, du milder Schein,
wie dringst du durch den Wald herein.
Nun ist die Nacht
zur Ruh' gebracht,
und wieder mit der Gold ‘nen Krone
besteigt der Tag den Himmelsthron.
Die Blumen, die der Tau gebeugt,
ihr Augen, die von Tränen feucht,
die Sonn' durchbricht der Wolken Tor.
Zur Sonne heb' den Blick empor.“

Die friedliche Stimmung stört der Rheingraf, der dem Publikum erzählt, dass sich hier das Drachennest, befindet. Er kommt in der Verkleidung als Pilger und bedauert, dass er sein Schwert nicht dabei hat. Ohne Schnapsflasche würde er es nicht aushalten, denn die stolze Freifrau hat sein Werben um ihre Gunst verhöhnt. Da er sie im Kampf nicht erringen konnte, gedenkt er nun, zu List und Verstellung zu greifen. Der Groll wütet in seinem Herzen und er beabsichtigt, ihr Haus zu stürzen.

Graf Wetter vom Strahl und Kunigunde betreten mit glänzendem Gefolge den Platz, nehmen den Pilger aber nicht wahr. Hochwohlgeboren dankt Kunigunde, der Herrin seiner Seele, für ihre Zuneigung. Die Genannte stellt fest, dass es in den Bäumen rauscht und der Chor der Vögel von Liebe singt. Sie will ihren Ritter in den Garten geleiten, aber dort sitzt bereits Käthchen. Sie hat ein wenig Reisegepäck dabei, sitzt neben einem Holunderstrauch und wartet geduldig darauf, dass der Herzallerliebste sich blicken lässt. Was hat er ihr im Traum versprochen? Geduld harr' aus, einmal führt er sie als Braut nach Haus!

Käthchen sinkt ihm zu Füßen und schenkt seiner Begleiterin vorerst keine Beachtung. Barmherziger Gott! Wer ist die Dirne will Kunigunde wissen. Das Kind lässt jungfräuliche Sitte völlig vermissen! Die Herrin soll ihr bitte nicht zürnen. Sie wird auch brav in ihrem Schatten wallen. Kein Blick von ihm soll liebreich auf sie fallen und seine Hand wird sie nie berühren.

Natürlich ist die Bescheidenheit geheuchelt. Was treibt die Törin zu ihm hin. Ist sie von Sinnen? Er soll sie fortschicken! Wetter wendet sich an das aufdringliche Mädchen: Katharina soll ihn meiden oder will sie seinetwegen Schweres leiden. Hat sie etwa einen Sonnenstich? Für ihn zu sterben, sei ihr heißes Begehren, aber in Ruhe lassen, wird sie ihn nicht! Die Kleine soll sich endlich verflüchtigen! An einen Raum für sie sei nicht gedacht. Der Graf wiederholt „Du hörst es! Käthchen, flieh, entflieh!
Hier ist kein Platz für Dich und sie!“

Kunigunde betont, dass sie die Herrin dieser Burg sei. Sie macht von ihrem Hausrecht Gebrauch, zerrt am Glockenstrang, um das Gesinde herbeizurufen. Doch die Dienerschaft ergreift Partei für Käthchen:

„Wie schön sie ist! O Jugendwonne,
Wie lieblich hat sie sich geschmückt.
O Heil dem Manne, den die Reine
mit ihrer Liebe hoch beglückt.“

Wenn Wetter vom Strahl sich nicht durchsetzen kann, wird Kunigunde selbst dem Mädchen zeigen, wo es lang geht. Zum Donnerwetter!

Doch Theobald ist seinem Kind gefolgt und ist nun zur Stelle. „Mein Vater, o weh!“ „An meine Seite, her zu mir!“ macht er von der väterlichen Gewalt Gebrauch. „Nicht Hölle, noch Himmel trennen mich vor hier.“ Kann er die Situation retten?

„Mein graues Haar im Winde flatternd,
so hab' ich rastlos Dich gesucht,
und ihn den Schöpfer deiner Leiden,
aus meines Herzens Grund verflucht.
Und nun ich seine Spur gefunden
und schon der letzte Kummer wich,
da schlägst du mir die schärfsten Wunden.
Mein Kind, mein Kind verleugnet mich!“

Keiner ist mit der Situation glücklich. Theobald beschuldigt den Wetter vom Strahl, dass er ihm sein Kind abspenstig machen wollte. Kunigunde ist dafür, dass der Alte sein Töchterchen schleunigst zurückerhält. Die Ritter und Frauen bitten ebenfalls, die Diebesbeute zurückzugeben. Nun fasst der Graf sich ein Herz und fragt Katharina, ob sie ihn lieb hat. Aber von ganzem Herzen, mein Herr. Gut, dann soll sie ihm einen Gefallen tun. Will sie das? „Natürlich!“ Sie soll schleunigst in die Arme des Vaters zurückkehren, bevor er einem falschen Verdacht ausgeliefert ist und sich gar noch wegen Kindesentführung zu verantworten habe.

3. Akt:

Man hört die Nonnen aus der Marienkapelle fromme Lieder singen. Theobald und Käthchen, die zufällig vorbeikommen, machen auf der Steinbank Rast. Das Ewige Licht flackert durch das Buntglasfenster. Käthchen hat eine Idee: Sie will sich ganz in den Schutz der Himmelskönigin begeben, der Welt Lebewohl sagen, und ins Kloster gehen. Der Vater ist schockiert und versucht, sein Kind auf andere Gedanken zu bringen. Er malt ihr aus, wie schön es ist, sich in prächtigen Kleidern zu bewegen, und dass ein junger Bursche um sie freien wird. Doch ihr Mund bleibt stumm, aber zurück zum Wetter vom Strahl will sie auch nicht. Der Vater soll ihr Frieden gönnen und wieder in seine Werkstatt gehen.

Doch kaum ist er weg hört Käthchen Hörnerklang und versteckt sich. Der Rheingraf naht mit seinen Getreuen und erläutert seinen Schlachtplan. Zum Thurneck Schloss soll es gehen, Das Großmaul gibt Weisung, sich der Besitzerin zu bemächtigen, sobald sie angekommen sind.

„Ihr raubt aus dem verschlossenen Schrein
den gleißend schönen Edelstein.
Ihr eilet sondern Ruh und Rast,
und bringt ihn mir in wilder Hast.
Ist er gleich in der dunklen Nacht
in Perlen nicht noch Gold gefasst.
Ha ha ha ha.“

Die schöne Maid wird sich freuen, wenn der Rheingraf ihr das Brautgeleit gibt. Die anderen sollen den Feuerbrand in Turm und Saal werfen. Das ist der Hochzeitsfackel Schein, hell glüht er in die Nacht hinein! Der Chor bestätigt das Schurkenstück und zerstreut sich. Was hat Käthchen da gehört? Die Lauscherin kommt aus ihrem Versteck, läutet die Klosterglocke und erzählt den Nonnen brühwarm, welches Schicksal Schloss Thurneck heute Nacht droht

SZENENWECHSEL

Graf Wetter von Strahl hat eine unruhige Nacht. Das holde Käthchen erscheint ihm und lächelt ihm im Traum aufmunternd zu. Gleichzeitig werden die Geister seiner Ahnen rührig und wollen ihn zu neuen Heldentaten locken. Nach Welschland soll es diesmal gehen. Es sausen die Speere und die Schilde splittern, dass es kracht. Auf zu Kampf und Streit - zum Siegen, zum Sterben, der Herr Graf ist bereit!

Doch plötzlich pocht es draußen ans Tor. Wetter vom Strahl hört eine Stimme, die ruft: “Mein hoher Herr, mein hoher Herr!“ Soll er dieses Organ eigentlich ewig hören? Er wird diesen Wahn zerstören und öffnet das Tor. „Herr, ihr seid verloren!“ Sie soll schweigen, sonst kriegt sie die Peitsche! Ach, er hat sie ganz verwirrt! Sie kann kaum sprechen. Der Rheingraf will Euch Kunigunde, Eure hohe Braut, entwenden, Auf Leitern ersteigt der Feind den Wall. Die Flammen züngeln schon. Heiland, Erretter der Welt! Was hört er da. „Gottschalk, wo seid ihr?“ Die Feuerglocke läutet und im Schloss wird es munter! Kunigunde hört man um Hilfe rufen. „Weh mir, das Bild, das Bild! Herr Graf vom Strahl rettet mir mein höchstes Kleinod!“

„Hell glüht das Gebälk,
hoch schlagen die Flammen,
Schon dröhnen die Pfosten, schon wankt der Bau.
Bald stürzt er zusammen!“

Käthchen lässt sich von Kunigunde beschreiben, wo sie das Bild aufgehoben hat und stürzt in die Flammen. „Und wenn die Hölle Feuer schnaubt, und ihre Ketten klirren, Käthchens Seele ist bereit und lässt sich nicht beirren. Graf Wetter vom Strahl ruft nach ihr, aber ihr Cherub ist bereits zur Stelle, wehrt den Flammen und hält schützend die Hand über Käthchen „Weh verloren!“ Das Jagdschlösschen stürzt zusammen.

4. Akt:

Das Finale gleicht eher einem Epilog und spielt auf der Strahlburg. Wetters Schildknappe hat eine ausführliche Arie zu singen und berichtet aus der Vergangenheit:

„In alter Zeit - 's ist lang vorbei -
Da hatte ein Köhler ein jungfrisches Kind,
Wie ein Rehlein schlank und treu gesinnt,
Goldgelb wie Ähren war ihr Haar,
Kornblumen Augen die funkelten klar,
Ihr' Wänglein blühten wie Rosen im Mai -
's ist lang vorbei!-

In alter Zeit - 's ist lang vorbei -
Ein Ritter jagte den Ur und Bär,
Da kam das Rehlein des Wegs daher.
Hin senkt er den Speer in den raschelnden Grund,
und er fasst ihre Hand und küsst ihren Mund -
Er führte die Braut auf sein Schloss im Mai.
's ist lang vorbei!-“

Der Graf hat zur Hochzeit geladen, aber sich nicht klar ausgedrückt, wer die Braut ist. Kunigunde ist entsetzt, denn sie ist es nicht.


Letzte Änderung am 22.2.2013
Beitrag von Engelbert Hellen