Othmar Schoeck (1886-1957):

Penthesilea

Allgemeine Angaben zur Oper

Entstehungszeit: 1924-25
Uraufführung: 8. Januar 1927 in Dresden
Besetzung: Soli, Chor und Orchester
Spieldauer: ca. 80 Minuten
Erstdruck: Kassel: Bärenreiter, 1927
Verlag: Kassel: Bärenreiter, 1984
Opus: op. 39

Kaufempfehlung

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[Details]
Penthesilea (Oper in einem Akt) (Orfeo, ADD/LA, 82)
Othmar Schoeck (1886-1957)

B. Hoppe in orpheus 10 / 94: "Die Bedeutung des Werkes und der Salzburger Ausführung wird unterstrichen durch die Mitwirkung einer wahr- haft fulminanten Gruppe erster und allererster Sänger. ..sensationell und unbedingt - auf nur einer CD - habenswert."

Zur Oper

Art: Oper in einem Aufzug
Libretto: Othmar Schoeck nach einem Trauerstück von Heinrich von Kleist
Sprache: deutsch
Ort: ein Schlachtfeld bei Troja

Personen der Handlung

Penthesilea: Königin der Amazonen (Mezzosopran)
Achilles: König des Griechenvolkes (Bariton)
Prothoe: Fürstin der Amazonen (Sopran)
Meroe: Fürstin der Amazonen (Sopran)
Oberpriesterin: (Alt)
Erste Priesterin
Diomedes: König des Griechenvolkes (Tenor)
Ein Herold: (Bariton)
Ein Hauptmann
Marie von Kleist
Weitere: Griechen und Amazonen

Handlung

Achilles fordert die Königin der Amazonen Penthesilea zum Kampf heraus. Er besiegt sie. Als er der Bewusstlosen ins Antlitz schaut, verliebt er sich in sie. Penthesilea erwacht. Ihr wird glaubhaft gemacht, dass sie Achilles im Kampf besiegt habe. Auch sie verliebt sich. Doch sie ist nicht bereit, ihm nach Griechenland zu folgen, genauso wenig, wie er ihren Thron mit ihr teilen will. Als sie erfährt, dass sie betrogen wurde und Achilles Gefangene ist, rast sie vor Wut. Ihre Liebe schlägt in Hass um. Er bietet ihr eine Revanche auf dem Schlachtfeld an. Blind vor Liebe will er ihr absichtlich unterliegen und glaubt, sie könnte ihm nichts tun. Doch sie zerfleischt ihn in ihrer Raserei. Als sie die Leiche sieht, blutüberströmt inmitten ihrer Vertrauten stehend, fragt sie Prothoe und Meroe, wer das getan habe. Sie verzweifelt an ihrer Tat.

Jeder von Beiden beharrte in seiner Welt, seiner Kultur, seiner Erziehung, seiner Geschlechterrolle. Beide bleiben unfähig zur Liebe.


Letzte Änderung am 26.2.2013
Beitrag von Uwe Rott