Richard Wagner (1813-1883):

Das Rheingold

englisch The Rhinegold / französisch L'Or du Rhin

Allgemeine Angaben zur Oper

Entstehungszeit: 1851-54
Uraufführung: 22. September 1869 im Münchner königlichen Hof- und Nationaltheater (Digirent: F. Wüllner)
Besetzung: Soli, Chor und Orchester
Spieldauer: ca. 140 Minuten
Bemerkung: Wotans 'großer Gedanke', ein Held müsse die welterlösende Tat vollbringen, Götter und Menschen aus 'trüben Verträgen' zu befreien, bestimmt den inhaltlichen Ablauf von Wagners Ring-Zyklus. Im 1869 in München uraufgeführten Rheingold werden die göttlich-mythischen Voraussetzungen für das irdisch-menschliche Geschehen exponiert. Die Verknüpfung von Heldentragödie und Göttermythos setzt im Ring unendliche Deutungsmuster frei, wobei hinter sozialgeschichtlichen, philosophischen, politischen und ästhetischen Kontexten immer wieder die Frage nach dem fundamentalen Zusammenhang von Macht, Liebe und Gewalt auftaucht. Deshalb ist Wagners epochales Werk nicht zuletzt auch parabelhaftes Welttheater.
Opus: WWV 86A

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Das Rheingold (DGG, ADD, 67)
Richard Wagner (1813-1883)

M. Santi in Audio 9 / 85:"Ohne Zweifel darf die Einspielung als eine von Karajans stärksten musikalischen Aussagen gelten, wobei die (CD-)Wiedergabequalität auch hohen Ansprüchen gerecht wird." Hermes Opernlexikon: "Mit seinem Orchester, für das die Tetralogie absolutes Neuland war, erarbeitete Herbert von Karajan die klanglich wohl raffinierteste, kostbarst, in ihrer Differenzierung beste Realisierung der Partitur."

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Der Ring des Nibelungen (DGG, 1988-1991)
Richard Wagner (1813-1883)

Künstler: James Morris, Christa Ludwig, Siegfried Jerusalem, Ekkehard Wlaschiha, Heinz Zednik, Metropolitan Opera Orchestra, James Levine

Zur Oper

Art: Oper in vier Szenen
Libretto: Richard Wagner
Sprache: deutsch
Ort: in einer Gegend am Rhein

Personen der Handlung

Wotan: ein Gott
Donner: ein Gott
Froh: ein Gott
Loge: ein Gott
Alberich: ein Nibelunge
Mime: ein Nibelunge
Fasolt: ein Riese
Fafner: ein Riese
Fricka: eine Göttin
Freia: eine Göttin

Handlung

Wer aus dem Rheingold einen Ring schmiedet und zugleich der Liebe entsagt, kann die Weltherrschaft erlangen. Als der Nibelunge Alberich dieses Geheimnis von den Rheintöchtern erfährt, raubt er ihnen den begehrten Schatz und verflucht die Liebe. Auch Wotan, der Herrscher der Götter, hat noch Rechnungen zu begleichen. Für den Bau der Götterburg Walhall muss er die Riesen Fafner und Fasolt entlohnen. Um die verpfändete Freia bei den Riesen auszulösen, begibt sich Wotan mit dem Feuergott Loge nach Nibelheim, denn dort hat Alberich schon längst aus dem Rheingold Profit geschlagen. Wotan entreisst ihm gewaltsam den Ring, den Alberich mit einem Fluch belegt. Fortan bedeutet der Besitz des Ringes zugleich Macht und Tod.

Handlung

1. Akt:

Die Rheintöchter umspielen auf dem Grunde des Rheins das Rheingold. Alberich bringt den Schatz in seine Gewalt, indem er die Liebe verflucht.

2. Akt:

Wotan und Fricka werden erwachend der Götterburg Walhall gewahr, die die Riesen gemäß den von Wotan erdachten Verträgen gebaut haben. Als Lohn fordern die Baumeister Fafner und Fasolt Freia, die Göttin der Jugend und Schönheit. Wotan hofft auf den listigen Feuergott Loge; der hat aber keinen Ersatz für Freia gefunden und weiß nur zu berichten, dass Alberich aus dem geraubten Rheingold einen Ring schmieden ließ, der ihm unbegrenzte Macht verleiht. Die Riesen sind bereit, gegen das Gold Alberichs auf Freia zu verzichten und nehmen diese als Geisel, bis Wotan den Hort herbeigeschafft hat.

3. Akt:

Der fleißige Schmied Mime wurde von seinem Bruder Alberich gezwungen, aus dem Rheingold auch noch eine Tarnkappe zu formen. Loge, der Wotan nach Nibelheim begleitet hat, verführt Alberich dazu, mit seinen Künsten zu prahlen: mit der Tarnkappe verwandelt dieser sich zunächst in einen Riesenwurm, dann in eine Kröte. So kann er leicht gefesselt und vor die Götter geschleppt werden.

4. Akt:

Als Lösegeld muss Alberich seinen ganzen Schatz hergeben. Alberich verflucht den Ring. Wotan zögert, den Riesen außer dem ganzen Schatz auch noch den Ring im Tausch gegen Freia zu geben. Die allwissende Erda warnt ihn vor dem Fluch, der jetzt darauf haftet. Die fürchterliche Macht des Rings zeigt sich sogleich: Fafner erschlägt seinen Bruder, weil sie sich bei der Teilung des Schatzes nicht einig werden. Begleitet vom Klagegesang der Rheintöchter ziehen die Götter nach Walhall.


Letzte Änderung am 12.12.2006